"...I've spent a night with the Devils wife, been playing cards with God..."*


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  Mist, der mir so einfällt... 21.11.2017 23:01 (UTC)
   
 


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Pearl Jam Konzert in Berlin - oder der Tag, an dem ich fliegen lernte

 

Der Sonnabend begann, wie jeder andere auch, mit dem aufstehen. Aber etwas war anders, es war nicht das aufstehen, wie ich es die letzten Jahre gewöhnt war; es war anders. Dieses Gefühl, ich wusste es, war besonders. Zwar kannte ich es, von anderen Tagen, aber es unterschied sich jedes Mal von dem Vorherigen. Es war das Gefühl, das Wissen, dass der Tag etwas besonderes sein wird. Und ich wusste, ich war nicht der einzige, der so fühlte; es gab tausend andere Menschen, die wussten, was ich wusste. Sie wussten, dass heute, an diesem Tag, das einzige Pearl Jam Konzert in ganz Deutschland sein würde. Und wir würden dabei sein. Wir würden es live miterleben, wir würden später unseren Kindern davon erzählen können, mit Stolz geschwellter Brust: „Wir waren dabei“.

So begann ich, langsam aber sicher, meine Sachen für das Konzert, oder besser für die Fahrt dorthin, zusammenzusuchen um bereit zu sein, wenn ich abgeholt werden würde. Und so kam es dann auch, Punkt 09.45 (wie verabredet), klingelte die Haustür.

Um 10.15 kamen wir dann am Rathaus von Grimmen an, der Stadt, von der aus, wir dann nach Berlin reisen sollten. Also sich dann noch ein weiterer Freund dazugesellte, waren wir drei komplett.

Nach einem kleinen Frühstück beim Bäcker gegenüber und etwas Reiseproviant (2 Schoko- Croissant), ging es auf die große Reise nach Berlin, zum Hauptbahnhof. Ein echt imposantes Teil, da kriegt man alles; na gut ein Möbelhaus hat mir gefehlt.

Aber ich kam drüber hinweg und so fuhren wir (wir wurden gefahren), nachdem wir uns bei Pizza Hut gesättigt hatten, Richtung Konzertgelände (Wuhlheide).

Jedoch  war dies schwerer als man sich vielleicht vorstellen mag, denn wenn in Berlin, an einem Wochenende, auch noch die Straßen gesperrt werden, dann wird eine einfache Autofahrt zu einer halben Sightseeing Tour. Nichts desto Trotz, kamen wir, nach langer Irrfahrt, um etwas 16Uhr am Ziel an.

Jetzt hieß es nur noch, den Eingang finden und 1 Stunde zu warten bis Einlass war. Beim Eingang gabelten wir dann noch den Vierten in der Runde auf, und alle außer mir, stimmten sich schon mal mit einem Bier auf das Konzert ein. Ich trank nur eine 0,5l Fanta für 2€, welche aber nur zur Hälfte austrank, weil dann Einlass war, mit 15minütiger Verspätung. Jedoch waren wir erst nach etwa 30min drinnen, da es im Schneckentempo vorwärts ging.

Endlich angekommen, mussten wir natürlich noch auf die anderen warten, die noch länger brauchten als wir; hatten uns 4 nämlich geteilt. Na a so hatte mein Kumpel noch genug Zeit sich für 45€ einen Pullover von Pearl Jam zu kaufen. Mir war das ja zu teuer, und außerdem hatte ich schon ein Pearl Jam T-Shirt; hatte ich Freitagabend um 0.00Uhr noch schnell selbst gemacht. War richtig cool, wie ich fand; außerdem ein Unikat.

Witzig war, dass ein Freund, auf den wir gewartet haben, ein Taschenmesser dabei hatte; macht sich beim Einlass echt toll, wenn man durchsucht wird; so ein Trottel.

Nachdem wir drinnen noch zwei Stunden gewartet hatten, fing die Vorgruppe „The Black Keys“ an zu spielen. Jedoch war die Masse ziemlich zurückhaltend, denn jeder wollte NUR Pearl Jam sehen, was natürlich verständlich ist. Die Vorgruppe spielte auch nur eine halbe Stunde und während die Bühne umgebaut wurde, vergnügten sich die tausend Leute mit Wasserball spielen und Loala-Wellen…

Jede noch so kleine Regung auf der Bühne brachte die Menge zum toben, auch wenn es nur die Techniker waren. War echt hammer geil. Also dann Pearl Jam die Bühne betrat, konnte die Menge nichts mehr halten. Sie brach aus wie eine Explosion, auf einmal fingen die Leute an zu springen und zu den Kopf wild hin -und her zu bewegen; es war wunderbar. Und ich mitten drin, was kann  es geileres geben; ab und zu hatte ich zwar Angst vom Pogen hinzufallen und Tod getrampelt zu werden, aber „NO RISK, NO FUN“

Es war einfach herrlich, so viele Menschen, die mir auf die Füße getreten sind, so viel Körperkontakt mit schwitzenden Menschen und der Genuss von einer frischen Briese

, die man zwischen all dem Geruchs-Gemisch aus Bier, Tabak und Scheiß erhaschen konnte.

Nichts ist besser als ein Konzert, ein Orgasmus ist nichts gegen das Gefühl, welches man hat, wenn das Konzert vorbei ist. Dieser kurze Zustand der vollkommenen Glückseligkeit.

Aber zunächst war doch etwas, nämlich mein erstes Mal; mein erstes Mal Crowd-Surfing. Es war geil, es war….OK es tut mir um die Person Leid, die ich aus versehen  getreten hab…aber auf mir ist ja auch einer gelandet. Dieses Gefühl, wenn man über der Masse schwebt…kann man nicht beschreiben. Danach musste ich mich zwar noch mal nach vorne kämpfen, aber das war es mir wert.

Pearl Jam spielten insgesamt etwas 2 Stunden und es waren die besten zwei Stunden Musik die ich je erlebt habe und ich weiß, tausend Anderen ging es genauso.

Nach dem Konzert kaufte ich mir noch ein Poster für 5€ und wir zogen von dannen, mit dem bestätigten Gefühl vom Morgen….

 

Nur bei McDonalds erhielt ich, statt einem Tropic-Milchshake, einen Vanille- Milchshake …aber auch das konnte meine Freude nicht im Geringsten lindern…

 

PEARL JAM!!! PEARL JAM!!! PEARL JAM!!!

 
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